PROSIT!

Großer Silvesterumtrunk am Amstettner Hauptplatz.

Zur Info! Nein, hier handelt es sich nicht um einen zeitlich redaktionellen Fehler. Es ist wahr! Die Frauen in der Region Mostviertel hatten Anlass Silvester zu feiern. Gefeiert wurde „Equal Pay Day“, der heuer auf den 21. Oktober fiel. Dies ist ja bekanntlich der Tag ab dem „Frau“ bis zum Jahresende „Gratis“ arbeitet, also heuer genau 72 Tage. Männer haben zu diesem Zeitpunkt bereits so viel verdient wie Frauen im ganzen Jahr. Treffpunkt war der Marktplatz in Amstetten wo die Besucherinnen mit einem Glas Sekt auf ihr Jahresende anstoßen konnten. Ziel dieser Aktion war es auf die Lohnschere und die ungleiche Verteilung von unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern aufmerksam zu machen. „Frauen in Österreich arbeiten heuer im Vergleich zu Männern im Durchschnitt 72 Tage unbezahlt. Unser Ziel ist: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, so Mag. Ehmayr Waltraud, Vorsitzende der Gewerkschaftsfrauen im Mostviertel.

ÖGB Familienwandertag

Unter dem Motto „Lerne deine Heimat kennen“ führte der diesjährige ÖGB Familienwandertag in die Berge von Scheibbs. Trotz Nebel marschierten die Mitglieder rauf zur Jelinekwarte und übers versteckte Grubtal retour. Gestärkt wurde auf italienisch bei Pizza & Co in der Pizzeria Giovanni.

ÖGB startet Sommerdialoge

ÖGB startet Sommerdialoge Katzian: ExpertInnen-Austausch im Sinne der ArbeitnehmerInnen

Im Interesse seiner 1,2 Millionen Mitglieder und aller ArbeitnehmerInnen arbeitet der Österreichische Gewerkschaftsbund ungeachtet der aktuellen politischen Verhältnisse mit voller Kraft und verlässlich weiter. Als Interessenvertretung setzt der ÖGB dabei auf den Dialog mit den Menschen, verschiedensten Institutionen und Organisationen. Dieser wichtige Austausch wird auch während der nächsten Monate fortgeführt. Im Rahmen der ÖGB-Sommerdialoge werden gemeinsam mit ExpertInnen und Stakeholdern quer über den Sommer zentrale Themenschwerpunkte wie Pensionen und Altersarmut, Steuergerechtigkeit, Digitalisierung, Gesundheit und Pflege diskutiert. „Wir haben im Rahmen des Bundesvorstands beschlossen, während der Sommermonate inhaltliche Schwerpunkte zu setzen und dazu Expertinnen und Experten aus der Politik, aus der Zivilgesellschaft oder von Sozialpartnern zum Gespräch einzuladen“, erklärt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. Den Auftakt wird am 17. Juli der Sommerdialog „Klimawandel und Hitze“ machen. Die Ergebnisse und Positionen fließen im Anschluss an die Veranstaltungen in die inhaltliche Arbeit der Gewerkschaftsbewegung ein. „Uns geht es darum, den Dialog, der ganz wesentlich zum Erfolg unseres Landes beigetragen hat, wieder verstärkt in den Fokus der öffentlichen Debatte zu rücken“, kündigt der ÖGB-Präsident an: „Wir werden das Gespräch mit allen suchen, die sich einbringen wollen. Unser Ziel ist es, Inhalte und Themen im Interesse der ArbeitnehmerInnen voranzutreiben.“

Alle Sommerdialoge im Überblick:

  • 17.7. – Hitze und Klima
  • 30.7. – Pensionen und Altersarmut
  • 13.8. – Steuergerechtigkeit
  • 22.8. – Digitalisierung
  • 2.9. – Gesundheit, Pflege
  • 5.9. – Präsentation der Fragen an Parteien im Vorfeld der Nationalratswahl

AK Wahlen 2019

Erste Wahlrunde in Vorarlberg, Tirol und Salzburg vorbei

Die erste Runde der AK-Wahl in Vorarlberg, Tirol und Salzburg ist geschlagen. Hier geht es zu den Wahlergebnissen:

Am 4. März startet die AK-Wahl in Kärnten. Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland und Wien folgen am 19. und 20. März. Steiermark bildet Ende März den Schlusspunkt.

Starke AK – starke Zukunft
Die AK-Wahlen sind 2019 wichtiger denn je, denn die politische Lage bleibt unsicher: Die Regierung drängt die ArbeitnehmerInnen-Vertretungen in Institutionen wie Sozialversicherung, Nationalbank oder Insolvenzentgeltsicherungsfonds zurück.

Nur eine starke AK kann sich gegenüber Politik und Wirtschaft für deine Interessen starkmachen!

Terminübersicht AK-Wahl 2019
Vorarlberg 28.01.–07.02.2019 05.11.2018
Tirol 28.01.–07.02.2019 05.11.2018
Salzburg 28.01.–08.02.2019 08.10.2018
Kärnten 04.03.–13.03.2019 26.11.2018
Oberösterreich 19.03.–01.04.2019 03.12.2018
Burgenland 20.03.–02.04.2019 03.12.2018
Niederösterreich 20.03.–02.04.2019 03.12.2018
Wien 20.03.–02.04.2019 03.12.2018
Steiermark 28.03.–10.04.2019 19.12.2018

Mehr Informationen zu den AK-Wahlen 2019:
Website der Arbeiterkammer

 

Karfreitag als Feiertag für alle

ArbeitnehmerInnen brauchen mehr Freizeit, um länger gesund und arbeitsfähig zu bleiben

Anlässlich der Entscheidung des Europäischen Gerichtshof (EuGH), dass am Karfreitag alle ArbeitnehmerInnen gleich zu behandeln sind, fordert der ÖGB den Karfreitag zum gesetzlichen Feiertag für alle ArbeitnehmerInnen zu machen. Denn der Arbeitsdruck wird stetig größer und die ArbeitnehmerInnen brauchen mehr Freizeit, um länger gesund und arbeitsfähig zu bleiben.

„Die Menschen in Österreich liegen mit ihren wöchentlichen Arbeitszeiten an einem der europäischen Spitzenplätze. Immer mehr ArbeitnehmerInnen glauben, auch am Abend und am Wochenende erreichbar sein zu müssen. In den vergangenen Wochen haben Tausende Beschäftigte Urlaubstage nicht zur Erholung, sondern für Hilfseinsätze nach Lawinenkatastrophen verbraucht. Das sind nur einige Gründe dafür, dass sich die ArbeitnehmerInnen einen zusätzlichen Feiertag mehr als verdient haben“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, in einer ersten Reaktion auf das heute ergangene Urteil des Europäischen Gerichtshofs.

Karfeitag in 13 von 28 EU-Staaten ein Feiertag
Der Karfreitag ist in 13 von 28 EU-Ländern ein gesetzlicher Feiertag, an dem sich alle ArbeitnehmerInnen frei nehmen bzw., wenn sie arbeiten, Feiertagszulage bekommen müssen. Die vorhersehbaren Einwände der UnternehmervertreterInnen weist Achitz daher zurück: „Immer wieder wird behauptet, dass es in Österreich zu viele gesetzliche Feiertage gäbe. Dabei verschweigen die Arbeitgeber aber, dass manche davon ohnehin jedes Jahr auf einen Sonntag fallen, nämlich Oster- und Pfingstsonntag. Und auch der 6. Jänner ist heuer als Feiertag de facto ausgefallen, weil er auf einem Sonntag zu liegen kam“, so Achitz. Insgesamt liegt Österreich mit 13 nationalen Feiertagen im oberen EU-Mittelfeld.

Die ArbeitsrechtsexpertInnen von ÖGB und Gewerkschaften werden das Urteil des EuGH jetzt im Detail analysieren und prüfen, ob und welche rechtlichen Schritte betroffenen Mitgliedern empfohlen werden. Jedenfalls muss die Bundesregierung nun nach dem EuGH-Urteil zeitnah und vor dem 19. April eine EU-konforme Lösung finden.

Weitere Information zum Karfreitag:

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian zu Karfreitag: Mehrkosten sind Märchen